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MINK Klauen-Vakuumpumpe von Busch. Quelle: Busch Vacuum Solutions.

Moderne Vakuumtechnik steigert Energieeffizienz beim Vulkanisieren

ContiTech Antriebssysteme GmbH

Deutlich steigern konnte die Firma ContiTech Antriebssysteme GmbH die Energieeffizienz bei den Vulkanisieranlagen durch die Nutzung neuester Vakuumtechnologie beim Entgasen der Formen in den Vulkanisationskesseln.

Waren bislang an allen Anlagen ausschließlich Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen im Einsatz, wurden bereits Anfang 2017 erste Versuche mit MINK Klauen-Vakuumpumpen von Busch durchgeführt. Das Ergebnis war verblüffend: Weder Wasser noch andere Betriebsmittel werden benötigt und der Energieverbrauch wurde enorm reduziert.

Über ContiTech

Als Hersteller des gesamten Spektrums von Antriebsriemen bietet ContiTech ein umfassendes Programm an Riemen aus Kautschuk, die praktisch in allen industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Herstellung der Riemen erfolgt in Vulkanisieranlagen, welche aus mehreren Autoklaven bestehen. Je nach Größe der Vulkanisieranlagen kann eine Vakuumpumpe an einer Anlage angeschlossen sein oder mehrere Anlagen werden gleichzeitig von einer Vakuumpumpe mit Vakuum versorgt. Gearbeitet wird dreischichtig im Batch-Betrieb. Das heißt die Vakuumpumpen sind rund um die Uhr permanent im Einsatz.

Entgasungsprozess

Ursprünglich wurden Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen für die Entgasung der Gummimasse eingesetzt. Da das zentrale Kühlwassernetz bei ContiTech Antriebssysteme an seine Kapazitätsgrenzen stieß, analysierte Anja Horn als Verantwortliche für Energieeffizienz die einzelnen Wasserverbraucher im Betrieb. Im Durchschnitt verbrauchten die Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen ungefähr sieben Kubikmeter Wasser pro Stunde. Außerdem war an jeder Vakuumpumpe ein Behälter mit Frischwasservorlage installiert. Aufgrund der raschen Verschmutzung musste regelmäßig Frischwasser nachgefüllt oder ausgetauscht werden. Zusätzlich zum hohen Wasserverbrauch wirkten sich die hohen Wassertemperaturen negativ im Kreislauf und in der Vorlage aus. Durch die überhöhten Wassertemperaturen konnte das angestrebte Vakuumniveau von 200 Millibar in den Autoklaven nicht immer erreicht werden. Grund dafür war, dass bei Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen das zu erreichende Vakuum unter anderem von der Wassertemperatur abhängig ist. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen erreichen ihr optimales Vakuumniveau nur bei einer Wassertemperatur von 15 °C.

Die eingesetzten Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen hatten jeweils eine Leistungsaufnahme von sechs Kilowatt. Da die Vakuumpumpen im Drei-Schicht-Betrieb an sieben Tage pro Woche in Betrieb waren, kamen pro Maschine und Jahr 8.000 Betriebsstunden zustande. Dies entsprach 48.000 Kilowattstunden pro Jahr.

Vakuumlösung und ihre Vorteile für den Kunden

Die Instandhaltung suchte nach einer technischen Lösung, um sowohl den Energie- als auch den Wasserverbrauch zu senken. Außerdem galt es, die Betriebssicherheit möglichst zu verbessern. Wenn beispielweise durch eine Undichtheit im System Dampf in eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe gelang, stießen diese an ihre Kapazitätsgrenzen und das Vakuumniveau in den Autoklaven verschlechterte sich drastisch. Auch musste in der Vergangenheit im Schnitt pro Jahr eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe ausgetauscht werden, weil es durch den Vulkanisierprozess zu Ablagerungen und Korrosion in den Vakuumpumpen kam.

Eine Alternative zur bisherigen Vakuumerzeugung fand ContiTech Antriebssysteme in der MINK Klauen-Vakuumpumpe von Busch. Bereits 2017 wurde eine MINK Klauen-Vakuumpumpe zu Testzwecken als Alternative für eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe in eine Vulkanisieranlage eingebaut. MINK Klauen-Vakuumpumpen benötigen kein Wasser oder sonst ein Medium zur Erzeugung des Vakuums.
MINK Klauen-Vakuumpumpen benötigen kein Wasser oder sonst ein Medium zur Erzeugung des Vakuums.
Grund hierfür ist das völlig berührungsfreie Verdichtungsprinzip, das eine trockene, also betriebsmittelfreie Verdichtung ermöglicht. Für ContiTech Antriebssysteme bedeutete dies: Keine Kosten mehr für das Betriebsmittel Wasser und die damit zusammenhängenden Betriebskosten wie Wasser nachfüllen, wechseln, aufbereiten oder entsorgen. Dazu kommen die Einsparungen bei den Stromkosten. Die MINK Klauen-Vakuumpumpe hat mit neun Kilowatt zwar einen größeren Antriebsmotor als die zuvor eingesetzte Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe. Durch die Frequenzregelung des Motors passt sich die MINK dem tatsächlichen Bedarf allerdings an. Im normalen Betrieb läuft der Motor mitunter nur bei Frequenzen von um die 30 Hertz. Das heißt er benötigt bei dieser Frequenz circa drei Kilowatt. Sollte aber, bedingt durch eine Undichtheit, plötzlich Dampf angesaugt werden, erhöht die MINK Vakuumpumpe sofort ihre Drehzahl und somit ihr Saugvermögen, so dass der benötigte Betriebsdruck von 200 Millibar immer gehalten werden kann. Man kann also den durchschnittlichen Stromverbrauch jetzt mit vier Kilowatt ansetzen. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht dies einem Verbrauch von 32.000 Kilowattstunden. Verglichen mit der zuvor eingesetzten Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe ist dies eine Ersparnis von 16.000 Kilowattstunden pro Jahr. ContiTech Antriebssysteme GmbH hat die erste MINK Klauen-Vakuumpumpe sehr genau getestet und deren Leistung und Energiekosten exakt analysiert. Noch vor Ablauf der Testphase hat sich ContiTech dazu entschieden, drei weitere MINK Klauen-Vakuumpumpen anzuschaffen und diese an Vulkanisieranlagen zu betreiben. Das Ziel ist es nun, die MINK Klauen-Vakuumtechnologie an allen Vulkanisieranlagen nach und nach zu installieren, um künftig ein Höchstmaß an Betriebssicherheit und Effizienz zu garantieren.