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Lithium-Batterie-Recycling

Neue und vielversprechende Recyclingmethoden mit Prozessen unter Vakuum können eine Recyclingquote von über 90 % erzielen.

Die Rolle von Vakuum beim Recycling von Lithium-Ionen-Batterien

Die Welt des Transports befindet sich gerade an einem Wendepunkt. Verbrennungsmotoren werden allmählich zugunsten umweltfreundlicherer Elektrolösungen abgeschafft. Und je mehr Elektroautos produziert werden, desto höher auch die Zahl an Batterien, die ihr Lebensende erreichen. Durch das Recycling von Lithium-Batterien mithilfe von Vakuum bleibt die E-Mobilität aber die nachhaltigste Option.
Vakuum ist der Schlüssel zur Reduzierung der Umweltauswirkungen jeder einzelnen Batterie.

Der CO2-Fußabdruck eines Elektroautos resultiert fast vollständig aus seinem Produktionsprozess. Jedes Fahrzeug benötigt eine enorme Menge an Ressourcen, bevor es auf die Straße kommt – vor allem für die Batterie. Und ohne Recycling sind die für die Produktion dieser Batterien erforderlichen Ressourcen eines Tages vollständig erschöpft.

Vakuum ist der Schlüssel zur Reduzierung der Umweltauswirkungen jeder einzelnen Batterie, denn es sorgt dafür, dass sie effizient recycelt und auch in Zukunft neue Batterien produziert werden können. Neue und vielversprechende Recyclingmethoden mit Prozessen unter Vakuum können eine Recyclingquote von über 90 % erzielen.

Finden Sie Ihre Vakuumlösung von der Busch Group

Die Busch Group, ein weltweit führender Anbieter von Vakuumtechnologie, vereint unter ihrem Dach zwei kompetente Marken: Busch Vacuum Solutions und Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions. Zusammen bieten sie das umfassendste Portfolio an Vakuumlösungen für jede Stufe des Recyclings von Lithium-Ionen-Batterien – vom Mischen, Trocknen, Füllen und Imprägnieren bis hin zur Entgasung und Lecksuche.

Busch Vacuum Solutions ist bekannt für seine zuverlässigen Vakuumpumpen, Gebläse und Kompressoren, während Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions spezialisiertes Fachwissen in den Bereichen Hoch- und Ultrahochvakuum sowie Lecksuche einbringt. In Kombination gewährleisten ihre Technologien effiziente undsichere Recyclingprozesse.

Recycling von Lithium-Ionen-Batterien mit Vakuum

Eine Batterie besteht aus vielen verschiedenen Rohstoffen. Dies macht das Recycling von Batterien zu einem komplexen Prozess, der bei unsachgemäßer Durchführung zu gefährlichen Situationen führen kann. Es gibt daher mehrere unterschiedliche Prozesse zur sicheren Rückgewinnung der verschiedenen Rohstoffe.

Jede Methode für sich hat nur geringe Rückgewinnungsraten, und einige sind sehr energieintensiv. Bei neuen Ansätzen wird auf Vakuumtechnologie und eine Kombination dieser Methoden gesetzt, um höhere Recyclingquoten zu erzielen und damit die Rückgewinnungsrate insgesamt zu steigern.

Die oben beschriebenen Recyclingmethoden für Lithium-Ionen-Batterien beinhalten mehrere verschiedene, unter Vakuum stattfindende Prozesse, darunter:

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Schreddern

Nach dem Entladen und Demontieren wird die Lithium-Ionen-Batterie zerkleinert. Zunächst wird die Batterie in einer inerten Atmosphäre geschreddert. Eine Vakuumpumpe saugt die Umgebungsluft aus dem Inneren des Schredders ab, sodass reiner Stickstoff eingebracht werden kann. Dieser Prozess ist aus Sicherheitsgründen unerlässlich: Die Abwesenheit von Sauerstoff sorgt dafür, dass unbeabsichtigte Reaktionen zwischen den hochflüchtigen Bauteilen verhindert werden. Andernfalls könnten diese Reaktionen Schäden an Equipment und Verletzungen von Mitarbeitern verursachen sowie die Bildung anderer gefährlicher Verbindungen ermöglichen.

Busch bietet eine Reihe von Vakuumpumpen an, die sich für das Schreddern während des Batterie-Recyclings eignen. Alle Produkte der Produktfamilien R5, COBRA, DOLPHIN, MINK und HUCKEPACK erfüllen die anspruchsvollen Anforderungen an das Vakuumequipment. Je nach Prozessdesign bieten wir verschiedene Ausführungen, wie z. B. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen aus Edelstahl oder ATEX-zertifizierte Vakuumpumpen gemäß Ihrer Sicherheitsanalyse.

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Trocknung

In dieser Stufe enthält das geschredderte Gemisch noch den Flüssigelektrolyten. Diesen zu entfernen ist eine große Herausforderung, da er aus verschiedenen Chemikalien besteht, die alle unterschiedliche Siedepunkte haben. Um diese Flüssigkeit von den geschredderten Feststoffen zu trennen, wird sie mithilfe einer Kombination aus Wärme und Vakuum verdampft.

Die Durchführung des Prozesses unter Vakuum hat mehrere Vorteile: Der Siedepunkt der Elektrolytlösung wird gesenkt und ermöglicht sehr niedrige Prozesstemperaturen. Eine Trocknung bei höheren Temperaturen kann zur Bildung toxischer Gase wie Fluorwasserstoff führen. Da diese äußerst gefährlich für die menschliche Gesundheit sind, müssten die Abgase vor ihrer Freisetzung gereinigt werden, was einen zusätzlichen Prozessschritt und zusätzliche Kosten sowie einen höheren CO2-Fußabdruck verursachen würde. Darüber hinaus können diese Gase den Elektrolyten verunreinigen. Indem die Bildung dieser Gase verhindert wird, kann eine höhere Menge Lösemittel mit einem viel höheren Reinheitsgrad erfolgreich recycelt werden. Vakuum erhöht zudem die Prozesssicherheit: Durch die Abwesenheit von Sauerstoff im Prozess wird die Brandgefahr erheblich reduziert.

Der für diesen Prozess benötigte Druck ist geringer als beim Schreddern. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen (DOLPHIN), trockene Schrauben-Vakuumpumpen (COBRA) oder trockene Klauen-Vakuumpumpen (MINK) werden häufig um einen Vakuum-Booster, z. B. PANDA oder PUMA von Busch oder HiLobe von Pfeiffer, ergänzt, um einen niedrigeren Basisdruck oder ein höheres Saugvermögen zu erreichen. Je nach Ihrer individuellen Sicherheitsanalyse kann eine ATEX-zertifizierte Vakuumpumpe oder ein ATEX-zertifiziertes System erforderlich sein.

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Destillation

Damit sie recycelt werden können, müssen die verdampften Elektrolyte wieder in einen flüssigen Zustand kondensieren. Durch Vakuumdestillation werden sie in einzelne Verbindungen getrennt. Da die flüssigen Bestandteile unterschiedliche Siedepunkte haben, verdampfen sie bei unterschiedlichen Temperaturen. Das heißt, sie können nacheinander entfernt und rückgewonnen werden. Dank der niedrigeren Temperaturen und der sauerstofffreien Umgebung ist die Vakuumdestillation sicherer als die atmosphärische Destillation.

Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen (DOLPHIN), trockene Schrauben-Vakuumpumpen (COBRA) oder trockene Klauen-Vakuumpumpen (MINK) sind die ideale Wahl für die Destillation im Batterie-Recycling – ergänzt um Vakuum-Booster wie PANDA oder PUMA von Busch oder HiLobe von Pfeiffer, sofern für niedrigere Drücke oder hohe Durchflussmengen erforderlich.

Erst danach werden die verbliebenen Feststoffe sortiert und getrennt. Diese umfassen Stahl-, Aluminium- und Kupfer-Bauteile sowie eine Mischung aus Elektroden-Materialien, Bindemitteln, Additiven und Restbestandteilen des Elektrolyten (aufgrund ihrer Farbe als schwarze Masse bezeichnet). Die Trennung erfolgt in einer Kombination verschiedener mechanischer Prozesse, einschließlich Zerkleinerung, Trocknung, Sortierung und Klassifizierung, die wiederum mit pyrometallurgischen und hydrometallurgischen Prozessen kombiniert werden.

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Sicherstellung der Leckdichtigkeit für die Prozessintegrität

Beim Recycling von Batterien unter Vakuum ist die Leckdichtigkeit entscheidend für die Aufrechterhaltung der Integrität und Sicherheit jeder Stufe des Prozesses, vom Schreddern bis zur Destillation. Sauerstoff kann selbst durch kleinste Lecks in das System gelangen, was die inerte Atmosphäre beeinträchtigt und das Risiko gefährlicher Reaktionen oder Verunreinigungen erhöht. Zur Überprüfung der Leckdichtigkeit können Betreiber entweder Druckabfallprüfungen oder die Helium-Lecksuche nutzen.

Helium-Lecksucher wie der ASM 340 oder ASM 310 von Pfeiffer eignen sich hervorragend, da sie derart präzise sind, dass selbst kleinste Lecks identifiziert werden können.

Für Druckabfallprüfungen bieten Vakuummessgeräte wie VACTEST von Busch oder ActiveLine und DigiLine von Pfeiffer genaue und zuverlässige Messungen zur Feststellung von Druckabfällen, die auf Lecks hinweisen.

Durch die Umsetzung dieser Methoden können Betreiber optimale Vakuumbedingungen sicherstellen und so sowohl die Sicherheit als auch die Effizienz des Recyclings von Lithium-Batterien verbessern.

Lösungen der Busch Group

Bei der Auswahl einer Vakuumpumpe für das Batterie-Recycling sind mehrere Aspekte zu beachten. Korrosionsbeständigkeit und Materialverträglichkeit stehen dabei an erster Stelle. Aufgrund der unterschiedlichen Druckanforderungen der Prozesse sollte auch die Leistung der Vakuumpumpe unter verschiedenen Vakuumbedingungen berücksichtigt werden.

Kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne, die richtige Lösung für Ihren Prozess zu finden. Mit Lösungen von Busch und Pfeiffer.
 
Schreddern
Trocknung
Destillation
 
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Vakuumpumpen
 
 
 
R5 (Busch)
Ölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpen
 
 
HUCKEPACK (Busch)
Zweistufige ölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpen
 
 
COBRA (Busch)
Trockene Schrauben-Vakuumpumpen
DOLPHIN (Busch)
Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen
MINK (Busch)
Trockene Klauen-Vakuumpumpen
Vakuum-Booster
 
 
 
PANDA/PUMA (Busch)
Vakuum-Booster
 
HiLobe (Pfeiffer)
Vakuum-Booster
 
Lecksuche
 
 
 
Messgeräte
 
 
 

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Erfahren Sie mehr über das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien

Wie ist eine Lithium-Ionen-Batterie aufgebaut?

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Lithium-Ionen-Batterien haben einen komplexen Aufbau und bestehen aus vielen verschiedenen Bauteilen.

  • Kathode: Die positive Elektrode der Batterie, hergestellt aus Materialien wie Lithium-Kobalt-Oxid, Lithium-Eisenphosphat oder anderen Lithium-Verbindungen.
  • Anode: Die negative Elektrode der Batterie, in der Regel aus Graphit.
  • Laschen: Dünne Metallstreifen, die die Elektroden mit dem externen Stromkreis verbinden und dafür sorgen, dass der elektrische Strom in die und aus der Batterie fließen kann.
  • Elektrolyt: Eine Flüssigkeit, die Lithium-Ionen dabei unterstützt, sich zwischen Kathode und Anode zu bewegen. Sie besteht in der Regel aus einer Lithiumsalzlösung in einem organischen Lösungsmittel.
  • Separator: Ein dünnes Material, das den Kontakt zwischen positiver und negativer Elektrode verhindert und gleichzeitig Ionen durchlässt, häufig aus Polyethylen oder Polypropylen.
  • Stromabnehmer: Leitfähiges Material zur Aufnahme und Übertragung von elektrischem Strom. Für die Kathodenseite wird Aluminium, für die Anodenseite Kupfer verwendet.
  • Gehäuse: Die äußere Hülle, die alle innenliegenden Teile schützt. Das Gehäuse ist normalerweise aus Metall oder Kunststoff.
  • Weitere Bauteile: Viele dieser Teile sind durch zusätzliche, kleinere Bauteile wie Kabel und Schrauben verbunden.

Warum müssen Lithium-Ionen-Batterien recycelt werden?

Es gibt zwei Hauptgründe für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien: Kosten und Umweltaspekte.


Kosten

Ein nachhaltiges Recyclingkonzept kann dazu beitragen, die Abhängigkeit von neu abgebauten Ressourcen zu verringern. Dieser Markt wird wachsen, da immer mehr Elektroautos produziert und größere Mengen von Altbatterien zum Recycling gesammelt werden. Neben dem Recycling von Altbatterien integrieren viele Batteriezellenhersteller Recyclinganlagen direkt in ihre Gigafabriken, um Produktionsausschuss wieder in den Herstellungsprozess zurückführen zu können. Dieser Ansatz fördert nicht nur die Nachhaltigkeit, sondern dient auch als bedeutende Maßnahme zur Kosteneinsparung in der Großserienproduktion von Batterien.

Bei der Herstellung eines Elektrofahrzeugs ist der Batteriepack das teuerste Teil. Er kann bis zu 50 % der Gesamtkosten des Fahrzeugs ausmachen, wobei der Großteil dieser Kosten auf das Material zurückzuführen ist. Es ist daher wirtschaftlich sinnvoll, möglichst viel zu recyceln und dieses nicht für jede neue Batterie einkaufen zu müssen. Darüber hinaus ist der Metallgehalt in einer Lithium-Ionen-Batterie sogar höher als in einigen natürlichen Erzen, was sie wertvoll für die wirtschaftliche Rückgewinnung macht.


Umweltaspekte

Neben den hohen Kosten für die Herstellung einer neuen Batterie sind auch Umweltaspekte zu berücksichtigen, sowohl zu Beginn als auch am Ende des Lebenszyklus' der Batterie. Die in einer Lithium-Ionen-Batterie enthaltenen wertvollen Metalle wie Lithium, Nickel und Kobalt sind endliche Materialien – und zunehmend gefragt. Ohne Recycling wird der Boom in der E-Mobilität die derzeit bekannten Lithiumreserven rasch erschöpfen. Umso wichtiger ist es, dass die Umstellung von konventioneller auf Elektromobilität auch nachhaltig erfolgt und die Verfügbarkeit dieser Ressourcen so gesichert wird, dass die Umwelt möglichst wenig darunter leidet.

Die Gewinnung der für die Herstellung einer Lithium-Ionen-Batterie erforderlichen Rohstoffe hat immense Umweltauswirkungen. Wie jeder andere Bergbau verursacht sie irreversible Schäden an der Landschaft und erhöht die Luftverschmutzung. Die enormen Wassermengen, die für bestimmte Methoden der Lithiumgewinnung benötigt werden, beeinträchtigen auch die Versorgung lokaler Gemeinden und der natürlichen Umwelt mit Wasser.

Zudem muss eine Lithium-Ionen-Batterie am Ende ihrer Nutzungsdauer fachgerecht entsorgt werden. Die in gebrauchten Batterien enthaltenen Materialien können bei Freisetzung umweltschädlich sein. Daher ist ein sehr spezieller und teurer Entsorgungsprozess notwendig – und danach sind die Ressourcen für immer verloren. Zwar ist Recycling ebenfalls mit Kosten verbunden, es kann aber zumindest sicherstellen, dass die Ressourcen erhalten bleiben und wiederverwendet werden können. Darüber hinaus verringert das Recycling der Batterien die Umweltauswirkungen, indem der CO2-Fußabdruck der Ressourcengewinnung auf die vielen Batterien verteilt wird, die aus den wiederverwendeten Materialien hergestellt werden.

Was sind die wichtigsten Techniken für das Batterie-Recycling?

Zur Vorbereitung wird die Batterie vollständig entladen. Anschließend können verschiedene Bauteile wie Zur Vorbereitung wird die Batterie vollständig entladen. Anschließend können verschiedene Bauteile wie Gehäuse, Kabel und Schrauben demontiert und entweder recycelt oder wiederverwendet werden. Durch diese Demontage wird sichergestellt, dass der gesamte Recyclingprozess möglichst effizient abläuft und die leichter recycelbaren Bauteile zuerst getrennt werden können. Es gibt vier Haupttechniken für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien.

Mechanische Aufbereitung: Bei dieser Methode werden die Bauteile der Batterie physisch getrennt und zerlegt, um wertvolle Materialien zurückzugewinnen. Dies geschieht durch Prozesse wie Zerkleinern, Schreddern und Sieben.

Hydrometallurgie
: In diesem Prozess werden Lösemittel, Säuren oder andere chemische Reagenzien eingesetzt, um Metalle aus Batterien zu lösen und selektiv zurückzugewinnen. Er umfasst häufig Auslaugungs-, Fällungs- und Reinigungsschritte.

Thermische Aufbereitung:
Bei dieser Technik kommt Wärme im Recyclingprozess von Lithium-Ionen-Batterien zur Anwendung. Durch Aufheizprozesse können Chemikalien verdampfen, z. B. im Destillationsprozess, der zur Trennung von Flüssigelektrolyten dient. Wärme kann auch verwendet werden, um bestimmte Bauteile zu zersetzen, z. B. um Kunststoffe zu entfernen.

Pyrometallurgie: Diese Technik umfasst Hochtemperaturprozesse zur Extraktion wertvoller Metalle aus Altbatterien. Dabei werden die Batteriematerialien in der Regel geschmolzen oder geröstet, um Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel zurückzugewinnen. Der Prozess kann energieintensiv sein und setzt Gase wie Benzol, Cyanwasserstoff und Formaldehyd frei, die behandelt werden müssen, um Umweltschäden zu vermeiden.

Sind Elektroautos umweltfreundlicher als herkömmliche Autos?

Elektrofahrzeuge werden als umweltfreundlichste Lösung für den Straßenverkehr dargestellt. Und im Alltag ist es auch deutlich effizienter, mit ihnen zu fahren: Der CO2-Fußabdruck eines Elektroautos ist pro Kilometer im Durchschnitt mehr als dreimal geringer als bei einem konventionellen Auto gleicher Baugröße. Direkt ab Werk haben sie jedoch einen höheren CO2-Fußabdruck als Autos mit Verbrennungsmotor. Grund dafür ist der komplexe Batterieproduktionsprozesses. Der typische Break-even-Punkt für CO2-Emissionen, also der Moment, ab dem ein Elektroauto einen geringeren CO2-Fußabdruck als ein Auto mit Verbrennungsmotor aufweist, liegt bei etwa 50.000 bis 80.000 km. Das hängt davon ab, woher der Strom kommt, mit dem das Fahrzeug geladen wird: Ein Auto, das beispielsweise ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen wird, hat einen geringeren CO2-Fußabdruck als ein Auto, das seinen Strom aus konventionellen Kraftwerken bezieht. Weitere äußere Faktoren wie Klima und Gelände wirken sich ebenfalls auf die Gesamteffizienz des Fahrzeugs aus.

Wird die Batterie im größtmöglichen Umfang recycelt, kann dies die Umweltauswirkungen aber noch weiter reduzieren. Durch Recyclingprozesse wie eine Kombination aus den oben beschriebenen mechanischen und hydrometallurgischen Techniken unter Vakuum lassen sich rund 90 % der wertvollen Materialien in der Batterie zurückgewinnen. Dementsprechend fällt der CO2-Fußabdruck durch den Produktionsprozess deutlich geringer aus als bei der Verwendung neuer Materialien.

In welchen Phasen des Lebenszyklus' einer Lithium-Ionen-Batterie kommt Vakuum zum Einsatz?

Vakuum wird sowohl zu Beginn als auch am Ende des Lebenszyklus' einer Lithium-Ionen-Batterie eingesetzt.

Während der Produktion einer Lithium-Ionen-Batterie wird Vakuumtechnologie in verschiedenen Prozessen zum Mischen und Trocknen des Eleketrodenschlamms sowie zum Befüllen und Abdichten der Batterie verwendet. So wird ein qualitativ hochwertiges Endprodukt gewährleistet, das den für den E-Mobilitätsmarkt geltenden Normen entspricht.

Die Leckageprüfung ist ein entscheidender Schritt der Qualitätskontrolle in der Batterieproduktion, der die Integrität und Sicherheit von Batterien sicherstellt, bevor sie zum Verbraucher gelangen. Batterien sind hermetisch dicht. Dies ist unerlässlich, um eine Exposition gegenüber Feuchtigkeit und Luft zu vermeiden, die den Elektrolyten zersetzen und ein Sicherheitsrisiko darstellen würden. Mithilfe dieses Prozesses kann überprüft werden, ob die Batterie luftdicht ist und ob ihr Gehäuse und ihre Dichtungen unbeschädigt sind. Hersteller können so höhere Sicherheitsstandards gewährleisten sowie die Zuverlässigkeit und Lebensdauer ihrer Produkte verbessern.

Am Ende des Lebenszyklus' einer Batterie spielt Vakuum auch im Recyclingprozess eine zentrale Rolle. Es erhöht die Prozesssicherheit und sorgt für eine effiziente Trennung sowie hohe Reinheit der zurückgewonnenen Materialien.

Vakuum ist daher ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigen, sicheren und effizienten Lebenszyklus' von Batterien.

Warum ist es schwierig, Lithium-Ionen-Batterien zu recyceln?

Lithium-Ionen-Batterien sind komplex. Sie bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien wie Lithium, Nickel und Kobalt. Aufgrund der Bauweise der Batterie ist es schwierig, diese Materialien zu trennen und so zurückzugewinnen, dass ihre Qualität erhalten bleibt, ohne dass die Kosten ins Unermessliche steigen. Hinzu kommt, dass Lithium-Ionen-Batterien nicht einheitlich sind. Sie variieren enorm in ihrer Größe – man denke nur an eine Smartwatch im Vergleich zu einem E-Bike – und die Technologie entwickelt sich ständig weiter. Es gibt also große Unterschiede zwischen den verschiedenen Batterien, was die Rückgewinnung erschwert.

Darüber hinaus bestehen Lithium-Ionen-Batterien aus vielen verschiedenen Bauteilen wie Elektrolyten, Separatoren und Bindemitteln. Dies erschwert den Recyclingprozess, da diese Schlüsselkomponenten vollständig voneinander getrennt werden müssen, um Reinheit und Qualität der Materialien zu erhalten.

Auch Transport und Lagerung spielen eine Rolle: Beschädigte oder unsachgemäß gelagerte Lithium-Ionen-Batterien können eine Brandgefahr darstellen, was Handling, Transport und Lagerung kostspielig macht. Daher gibt es viele verschiedene Sicherheitsstandards, die Prüfungen, Kennzeichnungen und detaillierte Sicherheitsvorkehrungen für eine sichere Lagerung umfassen können. Sie dienen dazu, Unfälle zu verhindern und die Umweltsicherheit zu gewährleisten. Bei der Sammlung von Batterien zum Recycling müssen diese Standards berücksichtigt werden.

Zudem ist eine Recycling-Infrastruktur vielerorts schlicht noch nicht vorhanden. Anders als für Batterien in Autos mit Verbrennungsmotor, für die es in vielen Ländern auf der ganzen Welt ein Austauschprogramm gibt, ist dies für Lithium-Batterien noch nicht üblich. Jedoch werden immer häufiger vakuumgestützte Prozesse genutzt, die Rückgewinnungsraten von über 90 % erzielen können.

Wie hoch ist der recycelbare Anteil einer Lithium-Batterie?

Mehr als 90 % der wertvollen Metalle in einer Lithium-Ionen-Batterie können zurückgewonnen und wiederverwendet werden. Dazu gehören Lithium, Kobalt, Nickel und Kupfer. Die genaue Rückgewinnungsrate hängt jedoch vom verwendeten Recyclingprozess ab. Die anderen Teile der Batterie, wie Gehäuse, Kabel und Schrauben, können ebenfalls entfernt und ggf. wiederverwendet werden. Nichtmetallische Bauteile wie Elektrolyt und Separator sind schwieriger zu recyceln und lassen sich möglicherweise nicht so leicht zurückgewinnen.

Können Lithium-Autobatterien recycelt werden?

Ja, die Lithium-Ionen-Batterien in Elektroautos sind recycelbar. Sie können demontiert und aufgearbeitet werden, um wertvolle Materialien wie Lithium, Nickel und Kobalt zurückzugewinnen. Ein Großteil dieses Recyclingprozesses erfolgt unter Vakuum, was seine Effizienz und Sicherheit erhöht. Das Recycling wirkt sich sowohl auf die Kosten als auch auf die Umwelt positiv aus: Es ist günstiger und umweltfreundlicher als die Gewinnung neuer Rohstoffe. Mit immer mehr Elektrofahrzeugen auf den Straßen steigt auch die Zahl an Lithium-Ionen-Batterien, die das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Infolgedessen wächst der Bedarf an Recyclinganlagen rasant.

Warum wird aktuell so viel über das Recycling von Lithium-Batterien diskutiert?

Lithium-Ionen-Batterien sind überall. Sie sind in vielen elektronischen Geräten enthalten, die auch Sie vermutlich jeden Tag nutzen: Mobiltelefon, Laptop, kabellose Kopfhörer, elektrische Zahnbürste, Smartwatch – vielleicht fahren Sie sogar ein Elektroauto, ein E-Bike oder in einem Elektrobus zur Arbeit. Und so viele Geräte wie derzeit in Nutzung sind, so viele werden jeden Tag ausgemustert. Dies führt zu einer großen Anzahl von Batterien, die fachgerecht entsorgt werden müssen. Mit dem Aufkommen der E-Mobilität und dem Ausbau erneuerbarer Energien sind zudem immer mehr große Batterien in Umlauf.

Durch das Recycling der Bauteile einer Lithium-Ionen-Batterie können Verschwendung reduziert und wertvolle Ressourcen geschont werden. Recycling ist zwar ein kostspieliger Prozess, aber immer noch günstiger als die Gewinnung neuer Rohstoffe. Da eine Lithium-Ionen-Batterie wertvolle Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel teilweise in höherer Konzentration enthält, als zusätzlich abgebaut werden könnte, lohnt sich das Recycling in jedem Fall. Zudem ist der Prozess der Lithiumgewinnung sehr ressourcenintensiv. Durch Recycling können andere wertvolle Ressourcen wie Wasser eingespart werden. Darüber hinaus trägt Recycling zur Kreislaufwirtschaft bei – ein immer wichtigerer Faktor in der heutigen Welt.

Welche Vorteile bietet das Recycling von Lithium-Batterien?

Das Recycling von Lithium-Batterien bietet gleich mehrere Vorteile.

1. Es schont Ressourcen: Die Bestandteile einer Lithium-Ionen-Batterie, wie Lithium, Kobalt und Nickel, kommen nur in begrenzter Menge und in bestimmten Regionen konzentriert vor. Durch ihre Wiederverwendung können wir den Bedarf an kontinuierlichem Bergbau reduzieren, was dazu beiträgt, natürliche Ressourcen zu schonen und Risiken in der Lieferkette zu mindern.

2.Es verringert Umweltauswirkungen: Die Gewinnung von Rohstoffen verursacht irreversible Schäden in der Landschaft. Durch die Wiederverwendung von Bestandteilen muss weniger Bergbau betrieben werden, und der CO2-Fußabdruck der Batterieproduktion wird minimiert. Darüber hinaus löst das Recycling das Problem der fachgerechten Entsorgung der Batterien: Diese entfällt, wenn die Batterien wiederverwendet werden.

3.Es schafft wirtschaftliche Impulse: Das Wachstum der Recyclingindustrie für Lithium-Batterien schafft Arbeitsplätze und fördert das Wirtschaftswachstum in Regionen mit Recyclinganlagen. Recyclinganlagen sind unabhängig von natürlichen Ressourcen, d. h. sie können Regionen ohne Lithiumreserven Zugang zum Batteriemarkt bieten. Außerdem werden Innovationen im Bereich der Recycling-Technologien vorangetrieben.

Welche Sicherheitsaspekte gilt es beim Batterie-Recycling zu beachten?

Die in einer Lithium-Ionen-Batterie enthaltenen Materialien sind hochflüchtig. Das bedeutet, dass sie am Ende ihrer Lebensdauer mit besonderer Sorgfalt behandelt werden müssen, um Feuer, Explosionen und die Freisetzung toxischer Gase zu vermeiden.

Indem der Zerkleinerungs- und Schredderprozess unter Vakuum erfolgt, kann eine explosive Atmosphäre vermieden werden. Außerdem wird so verhindert, dass toxische Gase entstehen und freigesetzt werden. Da kein Sauerstoff vorhanden ist, kann sich die Lösung nicht entzünden.

Warum werden sowohl Produkte von Busch als auch von Pfeiffer empfohlen?

Da sowohl Busch als auch Pfeiffer Mitglied der Busch Group sind, haben wir unsere Produktportfolios aufeinander abgestimmt, um Ihnen eine größere Auswahl zu bieten. Unsere Lösungen ergänzen einander und ermöglichen es Ihnen, eine Lösung zu finden, die perfekt zu den Anforderungen Ihres Prozesses passt.