Verpacken von Fischprodukten mit zentraler Vakuumversorgung

Maulburg - Ein norddeutscher Produzent von Fischspezialitäten stellt in seinem neu errichteten Werk seit Beginn 2012 geräucherte Lachsprodukte her. Die Jahresmenge beläuft sich momentan auf 3.500 Tonnen, das neue Werk ist allerdings auf Wachstum ausgerichtet und die Produktion soll weiter gesteigert werden. Verpackt werden die Lachsspezialitäten unter modifizierter Atmosphäre. Bei der Vakuumversorgung haben sich die Verantwortlichen für eine Vakuumzentralanlage von Busch entschieden. Der Grund dafür ist, dass man sich grundsätzlich auf betriebssichere Technik verlassen will. Die Wahl fiel auf Busch, weil man in einem anderen Werk seit Jahren Vakuumpumpen von Busch zum Verpacken im Einsatz und damit positive Erfahrung gemacht hat.
Vakuumzentralanlage in einem separaten Technikraum
Vakuumzentralanlage in einem separaten Technikraum

Der norddeutsche Fischproduzent hat verschiedenste Fischspezialitäten in seinem Programm, wobei geräucherte Fischprodukte einen Schwerpunkt bilden. Aber auch Convenience-Produkte werden aus Lachs, Makrelen, Hering, Heilbutt und anderen Fischen und Meeresfrüchten gefertigt. Im neuen Werk werden alle geräucherten Lachsspezialitäten produziert. Hauptkunden sind Handelsketten und Discounter in ganz Europa.
Produziert wird im neuen Werk auf zwei Produktionslinien, aufgeteilt in warm und kalt geräucherte Lachsprodukte. Die Verpackung der Endprodukte erfolgt über drei teilautomatisierte Verpackungslinien. Das heißt, dass die Endprodukte automatisch von den vorgeschalteten Prozessschritten an die Verpackungslinien zugeführt werden, das Einlegen in den Tray oder die Folie erfolgt aber manuell. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb, so dass die Vakuumzentralanlage täglich bis zu 16 Stunden in Betrieb ist. Auf die Frage, warum man sich für die Zentralisierung der Vakuumversorgung entschieden hat, kommt die Antwort von dem verantwortlichen Techniker ohne langes Zögern: „Die zentrale Vakuumversorgung und somit das Entfernen der einzelnen Vakuumpumpen aus den Produktions-, bzw. Verpackungsräumen vermeidet Lärm- und Wärmeentwicklung an den Arbeitsplätzen. Außerdem ist die Wartung der einzelnen Vakuumerzeuger bei laufendem Betrieb möglich, ohne dass Servicepersonal Produktionsräume betreten muss, was wiederum positive Auswirkungen auf die Hygiene hat."

Der Techniker verfügt bereits über mehrjährige Erfahrung mit R 5 Drehschieber-Vakuumpumpen von Busch und schätzt deren Zuverlässigkeit und Robustheit. Für ihn war deshalb bei der Planung des neuen Werkes klar, dass man bei der Vakuumversorgung unbedingt mit der Firma Busch als Marktführer in der Vakuumtechnik zusammenarbeiten will. „Wir haben hier einen äußerst modernen Betrieb aufgebaut", so der verantwortliche Techniker, „in dem wir qualitativ hochwertige Produkte fertigen. Da möchten wir nur mit den besten Ausrüstern und Lieferanten zusammenarbeiten und dabei keine Experimente eingehen."

Nach zwei Jahren Erfahrung sieht man sich bestätigt. Die Busch Zentralanlage  versorgt die Verpackungslinien zuverlässig mit Vakuum. Sie ist in einem eigenen Technikraum untergebracht und mit Rohrleitungen mit den drei Verpackungslinien verbunden. Zwei Vakuumbehälter sind im gleichen Raum installiert. Ein Behälter hält das Grobvakuum vor, das zur Vorevakuierung dient, um die Rohrleitungen bis zu den Verpackungsmaschinen schnell unter Vakuum setzen zu können, bevor das Feinvakuum aus dem zweiten Behälter einsetzt. Das Feinvakuum bestimmt schlussendlich den Druck in der Verpackung. Dieser Aufbau garantiert, dass jederzeit und an jeder Verpackungslinie genügend Saugvermögen und ein hohes Vakuum anliegt, um mit kürzesten Taktzeiten zu verpacken. Die zentrale Vakuumversorgung hat den zusätzlichen Vorteil, dass generell weniger Vakuumpumpen benötigt werden als bei einer dezentralen Aufstellung. Die einzelnen Vakuumpumpen der Anlage sind so gesteuert, dass immer nur so viele in Betrieb sind, um die tatsächlich benötigte Leistung zu erbringen. Durch die unterschiedlichen Produkte, die an den Verpackungslinien verpackt werden, ergeben sich verschiedene Verpackungsvolumina und Taktzeiten. In der Praxis bedeutet dies, dass die Verpackungslinien nicht permanent die hundertprozentige Vakuumleistung abfordern. In diesem Fall werden einzelne Vakuumpumpen von der Steuerung automatisch abgeschaltet. Es ist also immer nur die absolut notwendige Anzahl von Vakuumpumpen in Betrieb, was eine erhebliche Energieeinsparung gegenüber der dezentralen Vakuumversorgung mit sich bringt. Erfolgt die Vakuumversorgung nicht zentralisiert, sondern durch einzelne Aggregate direkt an oder in der Verpackungslinie ist ein Herunterfahren der einzelnen Vakuumpumpe nicht möglich, so dass sie immer die maximale Leistung bringt, auch wenn diese gar nicht benötigt wird. Da die Produktion weiter ausgebaut werden soll, ist die Vakuumanlage so ausgelegt, dass mindestens zwei weitere Verpackungslinien an die bestehende Vakuumversorgung angeschlossen werden können, ohne dass diese erweitert werden muss. Die Anlage besteht aus vier R 5 Drehschieber-Vakuumpumpen, sowie zwei Panda Wälzkolben-Vakuumpumpen als Verstärkerpumpen. Eine der R 5 Drehschieber-Vakuumpumpen dient als reine Reservepumpe.

Alle Produkte werden grundsätzlich unter Schutzgas verpackt, das aus einem Gemisch von 70 Prozent Kohlendioxid (CO2) und 30 Prozent Stickstoff (N2) besteht. Damit behält man die Vorteile der Vakuumverpackung, also die Entfernung des Luftsauerstoffes aus der Verpackung und somit eine wesentliche Verlängerung der Haltbarkeit der verpackten Ware. Das Schutzgas in der Verpackung bewirkt aber, dass die Produkte nicht zusammen gequetscht werden und dadurch trocken werden. Außerdem bleibt die unverwechselbare Optik des frisch geräucherten Lachses, ob Stremel oder Schnittware, bewahrt.
 


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