In einer zentralen Vakuumanlage für Tiefziehverpackungsmaschinen in der Lebensmittelindustrie trifft Innovation auf Tradition

Maulburg, Germany Seit über 50 Jahren sind Salzbrenner Würstchen besonders im Großraum Hamburg ein Qualitätsbegriff. Mit dem steigenden Erfolg des Unternehmens erweiterte Salzbrenner seinen Produktionsstandort und installierte später auch ein zentrales Vakuumsystem, das heute Vakuum für vier Tiefziehverpackungsmaschinen generiert. Diese Anlage ermöglicht nicht nur eine effizientere Nutzung des Platzes, sondern auch eine Verkürzung der Laufzeit der einzelnen Vakuumpumpen von 20 Prozent.

Die Idee, die sich dahinter verbirgt, gab Firmengründer Karlheinz Salzbrenner vor: „Wir wollen gute Würste aus frischem Fleisch aus der Region und mit natürlichen Zutaten produzieren." Ein einfaches Konzept, das aber bis zum heutigen Tag aufgeht. Waren es anfangs hauptsächlich Gastronomie- und Imbissbetriebe, die Salzbrenner belieferte, wird heute auch der Einzel- und Großhandel im gesamten norddeutschen Raum beliefert.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Brühwürsten wie Krakauer, Brat-, Curry- oder Kohlwürste.
Außerdem verfolgt Salzbrenner das Konzept hochwertige Produkte frisch auf den Markt zu bringen. Dabei wird auf pasteurisierte Ware verzichtet, was die Haltbarkeit auf drei bis vier Wochen reduziert. Deshalb ist eine ausgeklügelte Logistik notwendig, die es ermöglicht, angeliefertes Frischfleisch noch am gleichen Tag zu verarbeiten und spätestens am Folgetag die daraus entstandenen Würste auszuliefern. Nach der Qualitätskontrolle wird das angelieferte Frischfleisch, zu 95 Prozent zerlegtes und knochenfreies Schweinefleisch, kurz im Kühlraum zwischengelagert und anschließend zur Rezeptur verwogen und gewolft. Die Feinzerkleinerung erfolgt durch Cutter oder in Kolloidmühlen. Das so entstandene Brät wird in Wurstfüller gegeben. Nach dem Füllen werden die Bratwürste sofort gebrüht, andere Wurstsorten wie Knacker, Wiener Würstchen oder Krakauer werden vor dem Brühen gerötet, getrocknet und geräuchert. Sämtliche Würste werden unmittelbar nach dem Brühen gekühlt, danach vereinzelt und anschließend verpackt.

Mit dem Erfolg der Produkte von Salzbrenner kam auch die Notwendigkeit, die Produktionskapazitäten stetig ausbauen zu müssen ohne am Standort beim alten Hamburger Schlachthof die Möglichkeit zu haben, sich räumlich wesentlich ausdehnen zu können. Im Jahr 2006 wurde ein neues Firmengebäude auf dem Areal in Betrieb genommen, welches die optimale Flächennutzung ermöglicht. Die Vakuumversorgung der vier Tiefzieh-Verpackungsmaschinen und einer Doppelkammermaschine wurde so installiert, dass die Vakuumpumpen für das Grobvakuum in einem separaten Raum über der Produktion aufgestellt wurden. Damit wollte man verhindern, dass deren Abwärme in den gekühlten Verpackungsraum gelangt und dadurch die Kühlleistung erhöht werden musste. Die Wälzkolben-Vakuumpumpen verblieben allerdings als Booster in den Tiefziehmaschinen, ebenso die kleineren Drehschieber-Vakuumpumpen zum Tiefziehen der Unterfolie. Der Nachteil dieser Installation war allerdings, dass mit dem Einschalten der Verpackungsmaschinen auch die Vakuumpumpen eingeschaltet wurden und diese praktisch während des ganzen Arbeitstages liefen.
Um Energie einsparen zu können und um die Betriebssicherheit zu erhöhen entschied sich Betriebsleiter Christian Heitmann im vergangenen Jahr eine Zentralisierung der Vakuumversorgung vorzunehmen. Die Vakuumspezialisten von Busch konzipierten daraufhin eine zentrale Vakuumversorgung, die im gleichen Technikraum über der Produktion installiert wurde, in der bislang die einzelnen Drehschieber-Vakuumpumpen standen.

Diese Zentralanlage generiert nun das Vakuum für den Tiefziehvorgang an den vier Tiefzieh-Verpackungsmaschinen und liefert das Vorvakuum zum Evakuieren der Verpackungen in diesen Tiefziehern und der Doppelkammermaschine. Zwischen der Vakuumanlage und den Verpackungsmaschinen sind drei Vakuumbehälter als Puffer installiert, in denen permanent ein Unterdruck von 30 bis 40 Millibar aufrechterhalten wird. Dies hat den Vorteil, dass sofort bei Beginn des Evakuierungstaktes dieses Vakuum vorliegt. Die Wälzkolben-Vakuumpumpen direkt in den Maschinen reduzieren das Grobvakuum schlagartig auf den Verpackungsenddruck. Durch diese Steuerung sind äußerst kurze Evakuierungs- bzw. Taktzeiten möglich. Autark von diesem Prozess liefert ein Teil der Vakuumanlage das Formvakuum zum Tiefziehen der Unterfolie bei ungefähr 150 mbar.

Für Betriebsleiter Christian Heitmann haben sich die Erwartungen in die Vakuumzentralanlage nach einem Jahr Betrieb voll erfüllt: Die Laufzeit der einzelnen Vakuumpumpen konnte um 20 Prozent verkürzt werden, weil sie so gesteuert wurden, dass nur so viele in Betrieb sind, wie für den momentanen Bedarf notwendig. Außerdem sind lediglich vier Drehschieber-Vakuumpumpen und zwei Wälzkolben-Vakuumpumpen als Booster in der Zentralanlage installiert. Eine fünfte Drehschieber-Vakuumpumpe dient als Reservepumpe, beziehungsweise könnte zugeschaltet werden, wenn die Produktion erweitert und eine weitere Verpackungsmaschine angeschlossen wird.
Bei der vorherigen dezentralen Aufstellung waren an den vier Tiefzieh-Verpackungsmaschinen und der Doppelkammer-Verpackungsmaschine je eine Drehschieber-Vakuumpumpe und an den Tiefziehern nochmals je eine kleinere Drehschieber-Vakuumpumpe angeschlossen.

Dieser technische Aufbau erbringt eine dementsprechend hohe Energieeinsparung durch:

  • reduzierte Laufzeit der Vakuumpumpen+
  • weniger Vakuumpumpen im Einsatz
  • weniger Kühlenergie durch Wegfall der Abwärme im Verpackungsraum .


Einen weiteren großen Vorteil sieht Christian Heitmann in der Erhöhung der Betriebssicherheit. Beim Ausfall einer Vakuumpumpe würde automatisch die Reservepumpe anspringen ohne dass es zu Produktionsstopps oder -ausfällen kommt. Außerdem müssen zu Wartungsarbeiten die Produktionsräume vom Servicepersonal nicht mehr betreten werden. Das heißt Stillstandszeiten durch Wartungsarbeiten entfallen. Die Wartung an den einzelnen Vakuummodulen kann bei laufendem Betrieb ohne jegliche Einschränkung vorgenommen werden.
Bei den Wartungsarbeiten verlässt sich Betriebsleiter Christian Heitmann ebenfalls auf Busch. Ein Servicevertrag mit Busch garantiert ihm volle Gewährleistung für fünf Jahre auf die komplette Vakuumanlage zu einem jährlichen Pauschalpreis. Dies gibt der Firma Salzbrenner Planungssicherheit bei den Betriebskosten und eine termingerechte und professionelle Durchführung sämtlicher Wartungsarbeiten durch einen Servicetechniker von Busch.

Vakuumzentralanlage von Busch zur Versorgung von vier Tiefzieh- und einer Doppelkammer-Verpackungsmaschine

Über Salzbrenner KG

15 bis 30 Tonnen Brühwürste fertigt das Hamburger Traditionsunternehmen Salzbrenner KG täglich und setzt bei seinen Produkten auf bewährte Rezepturen, Naturgewürze und auf Frischfleisch, welches aus der Region stammt. Bei der Produktionstechnik werden bei Salzbrenner jedoch hochmoderne Verarbeitungsmaschinen eingesetzt. Die Vakuumversorgung für die Verpackungsmaschinen erfolgt über eine effiziente Zentralanlage von Busch. Somit schafft es Salzbrenner qualitativ hochwertige Produkte auf den Markt zu bringen, die nach dem neuesten Stand der Technik wirtschaftlich und unter höchstem Hygienestandard produziert und verpackt werden.


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